Energiewende muss auch vor Ort vorankommen

Es ist für Bündnis 90/Die Grünen ein sehr wichtiges politisches Ziel, die Energiewende vor allem mit Blick auf die Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens voranzubringen. Dies gelingt nur, wenn sich dazu auch die Regionen und Kommunen bekennen und engagieren. Vor kurzem mussten vom Bundesumweltministerium und auch vom Umweltministerium in Baden-Württemberg zugegeben werden, dass die vor Jahren zugesagten bescheidenen Beiträge von Deutschland und Baden-Württemberg zur CO2 Reduzierung und zum Ausbau der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 sehr deutlich nicht erreicht werden können. Derzeit werden in Baden-Württemberg weniger als 13 % unseres Energiebedarfs über erneuerbare Energieträge abgedeckt; im Landkreis Konstanz sind es sogar weniger als 10 %.

Eine Erklärung liegt in den unterschiedlichen Verhinderungskulturen vor Ort. Regional erzeugte Energie wird in unseren Landschaften sichtbar sein, dazu braucht es Überzeugungsarbeit. Es ist aber schon merkwürdig, dass für großflächigen Straßenbau (z.B. Umgehungen), Gewächshauskulturen, Shopping-Malls, Industriegebiete usw. praktische keine Bedenken hinsichtlich ihrer Raumwirksamkeit und ihrem Einfluss auf Umwelt- und Naturschutz gesehen wird, wohl aber bei sinnvollen Windenergieanlagen.

 „Wir bedauern außerordentlich, dass der Bauantrag für die beiden Windenergieanlagen am Standort
Kirnberg / Steisslingen, zurückgezogen werden musste, da die Auflagen des LRA Konstanz für zusätzliche und sehr aufwändige und teure Untersuchungen bezüglich Tier- und Naturschutz in keinem Verhältnis zum Vorhaben stehen“,
so der Ortsverband der Grünen in Rielasingen-Worblingen.

"Für uns ist es nun auch völlig unverständlich, dass sich auch der Gemeinderat Rielasingen-Worblingen mehrheitlich gegen das sinnvolle Chroobachprojekt auf Schweizer Gebiet positioniert, mit Argumenten die kaum auf der Faktenebene angesiedelt sind. Es ist unlogisch und geradezu zynisch, sich abstrakt für den Ausbau erneuerbarer Energien einzusetzen, konkret aber verfügbare und geeignete Standorte vor Ort abzulehnen. Jede Region muss ihren Beitrag bringen und deshalb unterstützen wir die Ausweisung des „Chroobach“ als Windenergiestandort.“

„Als Gäste der letzten Gemeinderatssitzung am 27.09.17 haben wir die Diskussionen zu diesem Vorhaben miterlebt und wir müssen leider feststellen, dass es keine sachliche auf Fakten-begründete Auseinandersetzung mit dem Vorhaben war. Einzige und ständig in Wiederholung vorgebrachte Argumente, warum man dieses Vorhaben ablehnen müsse, waren Kommentare zur „Verschandelung des Landschaftsbildes und dass die Windräder von Rielasingen- Worblingen aus gut sichtbar wären u.ä.“. Auf dieser Grundlage hat der Gemeinderat von Rielasingen-Worblingen mehrheitlich eine ablehnende Stellungnahme zum Vorhaben erneuert und nochmals bekräftigt“.

Die Grünen Rielasingen-Worblingen sind der Meinung, dass die Errichtung von Windkraftanlagen auf dem Schweizer Teil des Schienerbergs, wenngleich sie das Landschaftsbild der Region in der Tat, aber nicht unveränderbar, beeinflussen unter Abwägung aller Gesichtspunkte sinnvoll und vertretbar ist. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur von uns allen gewünschten und geforderten Energiewende. 

„Wir unterstützen daher ausdrücklich die Pläne des Kantonalen Planungs- und
Naturschutzamts des Kantons Schaffhausen zur Ausweisung des „Chroobach“ als  Standort für Windenergieanlagen.“


Energiewende braucht Rückenwind, wir waren dabei gemeinsam mit:
Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V
solarcomplex AG
Elektrizitätswerke Schönau EWS